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  Heizung
 

 

   Heizung und Heizstäbe

 


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   Heizung   

Um kühleres Leitungswasser auf tropische Temperaturen zwischen 24 und 30°C zu bringen, muß das Wasser erwärmt und auf einer Solltemperatur gehalten werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß einmal erwärmtes Wasser ohne zusätzliche Heizung wieder bis auf die Umgebungs - (=Raum -) Temperatur abkühlen würde. Eine wärmedämmende Isolierung haben die meisten Aquarien nicht, und Glas ist kein guter Isolator - Plexiglas isoliert schon besser. Zum Zweck der konstanten Wassererwärmung benötigt man also zwei Dinge: Einen Heizer und einen Regler. In manchen Geräten sind beide Funktionen vereinigt, und die heißen dann Regler-Heizer. Wichtig ist ebenfalls daß die vom Heizer abgegebene Wärme gleichmäßig im Becken verteilt wird und sich keine unterschiedlich warmen Zonen bilden, die zu durchschwimmen vielen Fischen schaden könnten. In früheren Jahren, also noch die inzwischen vielfach geschmähten Ausströmersteine in den meisten Becken in Betrieb waren und das Wasser durcheinanderwirbelten, verteilte sich die Wärme auf diese Weise. Heute geschieht das meist durch die Wasserbewegungen, die von den Filterpumpen kommt.

 


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  Heizstäbe

                   Der traditionelle Heizer in der Aquaristik ist der gläserne Heizstab, eine reagenzglasähnliche Röhre, in der sich, auf eine Keramikhalterung gewickelt, die Heizspirale befindet. Um allem einen festen Sitz zu geben, wird meist die Glasröhre nach dem Einführen und Fixierend des  Heizkörpers mit Sand gefüllt. Solche Glasröhren sind aber zerbrechlich, vor allem dann, wenn man die Gebrauchsanweisungen nicht beachtet und beim Wasserwechsel das elektrische Kabel nicht vom Netz trennt, also aus der Steckdose zieht! Überhitzte Glashüllen platzen in solchen Fällen fast immer, auch wenn es sich um bruchsicheres Glas handeln sollte. Es stellt sich daher die Frage: Wie lange werden die strengen Aufsichtsbehörden solche Heizer noch zulassen? Die Industrie (Schego) hat deshalb bereits Heizstäbe entwickelt, bei denen das Rohr aus einer dünnen Metallhaut besteht.  

 

 Bodenheizungen

Eine andere Methode ist es, das Wasser im Becken oder außerhalb davon im Bodengrund oder unter dem ( gläsernen ) Aquarienboden zu erwärmen . Dies geschieht mit Hilfe von Heizkabeln oder einer Heizmatte, die unter das Aquarium gelegt wird, der Aquarienbodengröße also angepaßt sein muß. Welche dieser beiden Methoden in der Praxis besser ist, muß jeder für sich entscheiden. Das Problem bei Bodenheizungen ist immer die Frage: Was mache ich bei einem Heizerdefkt? Lasse ich das Wasser im Becken soweit ab, daß ich die Matte unter dem Aquarium hervorziehen und eine andere unterlegen kann ( wenn das überhaupt geht ) oder grabe ich das Heizkabel aus dem Bodengrund aus und ersetze es durch ein anderes. Die Bodenheizmethode hat für die Pflanzen den Vorteil, daß die erzeugte Wärme gleichzeitig den Bodengrund, und damit das Wurzelwerk der Pflanzen, mit erwärmt. Einen physikalischen Gesetz folgend, strebt das von erwärmte Wasser nach oben und kühleres Wasser setzt sich nach unten ab, um erneut erwärmt zu werden: Ein Kreislauf ohne Hilfe von außen! Kabelheizer, die im Becken selbst verlegt werden, müssen von hochwertiger Qualität sein. Ihr Mantel darf weder altern und bröckelig werden, noch darf er knabbernden Fischen eine Möglichkeit geben, ihn durchzubeißen. Moderne Kabelheizer haben daher einen sehr elastischen festen Mantel aus Silikonkautschuk, einem Material, das selbst größere Temperaturunterschiede leicht verkraftet und selbst von starken Beißern ( versuchen Sie einmal, ein Stück ausgehärteten Silikonkautschuk durchzubeißen! ) nicht zu zerstören ist.

 

Heizungen außerhalb des Beckens

Eine Heizung direkt im Filter? Auch das ist möglich! Für diese Art der Wassererwärmung gibt es verschiedene Angebote unterschiedlicher Hersteller. Eheim bietet zum Beispiel für Becken bis zu 80 Litern Inhalt einen seitlich anzuhängenden und mit einer elektrischen betriebenen Pumpe versehenen Minifilter und in einer separaten Kammer einen elektronisch gesteuerten 65 Watt-Filter an. Er ist mit einer eingegossenen Regelerelektronik ausgerüstet, die das Wasser auf der gewünschten Temperatur hält. Auch bei einigen der größeren Eheim-Saugfilter ( für Becken bis 450 und 600 Liter Inhalt ) werden integrierte elektronische Regler-Heizungen angeboten. Geschaltet und gesteuert wird hier über einen Drehknopf mit Glimmlampe auf dem Deckel. Das Wasser außerhalb des Bekkens zu erwärmen, ist einmal direkt über den Filter möglich und wurde bereits erwähnt. Eine weitere Methode liegt darin, die Heizelemente in einem separaten Gehäuse unterzubringen, durch welches das Wasser geführt wird. Vitakraft bietet mit seiner Florida-Therme eine solche, elektronisch gesteuerte Außenheizung an, die zusammen mit einem Saugfilter betrieben werden muß. Das von Kern angebotene Gerät arbeitet nach Art eines Durchlauferhitzers, ist jedoch, bei relativ hohen Anschlußwerten, zu gering abgesichert und nicht korrekt steuerbar. Wird das Wasser außerhalb des Aquariums erwärmt, so muß man die Notwendigkeit solcher Maßnahmen prüfen, weil in den sicherlich nicht isolierten Schlauchleitungen zum Becken das Wasser geringfügig abkühlen kann und somit die Gefahr besteht, daß das Wasser ständig 1-2° C kälter ist, als man es eigentlich haben möchte.

 

Temperaturregler

Fast jeder namhafte Hersteller bietet Temperaturregler an: Ein Teil arbeitet mit einem nicht immer ganz zuverlässigen, dafür aber preiswerten Bimetall-Arm. Solche Bimetall-Regler sind in den meisten Regler-Stabheizern oder in einem separaten Regler-Stab untergebracht. Elektronische Regler gibt es inzwischen in vielen Varianten; ihre Preise sind so unterschiedlich, daß man ihre Wirkung gegenüber dem Preis abwägen muß. Kabelheizungen und Heizmatten kann man nur über elektronische Regler schalten. Elektronisch steuernde Regler müssen jedoch nicht in jedem Fall teuer sein. So bietet Biothermein preiswertes Gerät mit hohem ( 1500 W ) Anschlußwert und gleichzeitiger Tag-/Nacht-Automatik zu einem akzeptablen Preis an. Interessant erdenen nicht nur die Soll-Temperatur eingestellt wird, sondern über den Fühler auch gleichzeitig die Ist-Temperatur per Digital-Anzeige sichtbar wird. Hier ist alles in einen Schaltprozeß integriert ( Dupla ),das hat jedoch seinen Preis. Jeder Regler muß über einen Sensor verfügen, der die wirkliche Temperatur mißt. Bei den von außen her steuernden elektronischen Reglern ist daher ein zusätzlicher Fühler am Gerät notwendig, der ins Aquarienwasser gehängt werden muß.

 

Wie stark muß die Heizung sein

Für jeden Aquarianer stellt sich die Frage: Wie stark muß der Anschlußwert meiner Heizer sein? Geheizt wird ja nur über die Raumtemperatur hinaus, weil sich das Aquariewasser in seiner Temperatur der des umgebenden Raumes anpaßt. In der  folgenden Tabelle wird davon ausgegangen, daß es sich um ein normal verglastes Aquarium in einem Wohnraum handelt. (An sogenannte Kelleraquarien werden ohnehin andere Anforderungen gestellt, und man kann sie hier auch mit Styroporplatten umkleiden. ) Jedes Aquarium sollte übrigens, gleich wo es steht, mit eine dünnere, gleichgroße Styroporplatte gesetzt werden, um einen zu starken Wärmeabfall im Bodengrundbereich zu vermeiden.

 

 
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