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Aquarien-Lampen

 

Ohne Licht geht nichts  im Aquarium! Früher stellte man sein Becken  in die Nähe des Fensters, doch brachte dies nicht nur Freude, vor allem des allem deshalb nicht, weil das schräg einfallende  Licht die Beckenscheiben sehr schnell veralgen ließ. Mit dem Einzug der modernen Leuchtstoffröhren und der darauf folgenden Entwicklung neuer Leuchten ließ sich das Lichtproblem auf angemessene Weise lösen. Künstliches Licht soll in unseren Aquarien natürliches ersetzen. Jeder Aquarianer sollte wenigstens einige Kenntnisse über seine Aquarienleuchten, die Beleuchtungsdauer, die Beleuchtungsstärke sowie die Zusammensetzung des Spektrums ( der Lichtfarbe ) haben. Licht läßt sich messen, wie jeder von der Arbeit seines Belichtungsmessers im Fotoapparat weiß. Dabei darf man zwei Begriffe nicht verwechseln: Lumen und Lux. Die Lichfarbe kann man ebeso messen ( wie auch einige Fotografen wissen ): Man spricht dann von der Farbtemperatur des Lichts und mißt nach Kelvin-Graden. Mit Lumen wird der Lichtstrom, also das abgegebene Licht bezeichnet. Die Stärke der Beleuchtung, das ankommende Licht, nennt man Lux. Meßgeräte wie sie zur Lichtmessung beispielweise von Tunze hergestellt werden, nennt man deshalb Luxmeter. Bei der Beleuchtung des Aquarium-Inneren sind zwei  Dinge zu beachten: Zwischen Lampe und Aquarienboden gibt es verschiedene Hindernisse, die das Licht zu überwinden bzw. zu durchdringen hat. Das  ist erstens die Abdeckscheibe, die man nicht nur als Glasbarriere sondern in den meisten Fällen ( bei Verschmutzung ) als Lichtfilter ansehen muß. Zweitens gibt es den Wasserspiegel, der seinen Namen nicht umsonst trägt: Er reflektiert einen Teil des auftreffenden Lichts. Drittens ist das Wasser selbst zu nennen: Mit jeweils 10 cm Zunahme der Wassertiefe entstehen bei mittelklarem Wasser etwa 50 Prozent Strahlungsverlust. So geschieht es, daß von 2000 Lux, die an der Wasseroberfläche gemessen werden, in einem 65 cm hohen Becken meist nur noch 60 Lux ankommen ( bei 10 cm Bodengrundauftrag und 5 cm freiem Raum oberhalb des Wasserspiegels ). Die Lichtfarbe ist möglicherweise für die Fische nicht von derselben Wichtigkeit wie für die Pflanzen. Nun ist es im natürlichen Lebensraum von Fischen und Pflanzen so, daß sich die Lichtfarbe dort während des Tagesablaufes und dem Wandern der Sonne in seinem Spektralfarben verändert: Ist der Himmel bewölkt, so wird das Licht bläulich eingefärbt - die Farbtemperatur steigt auf  Werte um 10000 K (=°Kelvin ) an, während blauen Himmel und direkter Sonneneinstrahlung unter den Neutralwert (=5600 K ) absinkt. Eine gelblichweiße Lichtquelle, wie wir sie von unseren Glühlampen kennen, bringen es auf rund 2860 K. Für die Fotografie wurde der Neutralwert auf 5600 K festgelegt (= Tageslicht ). Das sogenannte Normlicht für Röhrenhersteller liegt bei 5000 K. Was kann der Aquarianer mit diesem Wissen anfangen? Er soll dem durchschnittlichen Tageslicht in Farbe und Intensität so nah wie möglich kommen! Leuchtstoffröhren, wie sie im Handel erhältlich sind, muß man unterscheiden können. Schauen wir beispielsweise in einem Osram-Katalog, so stellen wir fest, daß eine 120 cm lange Lumilux-Tageslicht-Röhre (Lichtfarbe 11 ) einen Lichtstrom von 3250 1m ( =Lumen ) abgibt, wogegen es ein Lampentyp Daylight 5000 de Luxe derselben Länge ( jede hat 36 Watt ), diesmal mit Lichtfarbe 19, es nur auf 2000 1m bringt. Hier hat die Exaktheit bei der Farbwiedergabe über die Lichtintensität gesiegt. Nur hat die Tageslicht-Röhre einen höheren Blauanteil. Wem das zuviel an Blau ist oder wer mehr Rotanteile für seine Pflanzen möchte, der muß solche Farben mit sogenannten Pflanzenstrahlern kombinieren. Zu letzteren gehören Osram-Fluora und Sylvania Gro-Lux. Beide haben eine betonte Strahlung im blauen und roten Spektralbereich und sind somit den Wirkungsspektren photobiologischer Prozesse besonders gut angepaßt. Bei den Abläufen der Photosynthese spielen Licht und Lichtfarbe eine wichtige Rolle: Es bildet sich das Blattgrün aus, und die Aufnahme von Kohlensäure ( so auch die CO²-Düngung ) wird in Gang gesetzt, wodurch wiederum die Freigabe von Sauerstoff durch die Pflanzen erreicht wird. Es gibt viele Aquarianer, die nie die Heimat ihrer Fische aufgesucht haben. Sie können die Lichtverhältnisse in den Lebensräumen nur ahnen - oder glauben sie aus Filmen zu kennen. Was jedoch nur selten beschrieben wird: Ein Tropentag hat (nur) 12 Stunden. Sommertage in unseren Breiten dauern im Durchschnitt 16 Stunden ( dafür sind die Wintertage kürzer). Viele Aquarianer machen ihre eigene Zeiteinteilung bei der Beleuchtung ihrer Aquarien. Das ist falsch! Zwölf Stunden kräftige Beleuchtung sind genug, da nützt es wenig, wenn während eines weiteren Zeitraumes  noch ein schummeriges Licht leuchtet: Besser intensiv und nur 12 Stunden als schummerig und 16 Stunden. Wer gern am Abend, während der Hauptfernsehstunden dem bunten Treiben im Aquarium zusehen möchte, der schalte seine Beleuchtung am Vormittag erst später ein. Zum Thema schalten ein paar Anmerkungen: Die meisten Lebewesen im Aquarium verfügen über eine innere Uhr, das heißt: Sie wissen, wann ihre Schlafenzeit gekommen ist. Es wäre falsch, die naturgegebene Gleichmäßigkeit zwischen Tag- und Nachtzeit ohne zwingenden Grund zu verändern. Auch wenn man den Fischen einen zeitversetzten Tag anbietet - sie werden sich daran gewöhnen. Wichtig dabei ist aber eine gleichmäßige Schaltung der Lampen, die pünktlich und preiswert ein automatischen Schaltgerät übernehmen kann. Es nimmt dem Aquarianer die Arbeit des Schaltens zur richtigen Zeit ab - und vergißt sie nie! Die Beleuchtung ist ein vieldiskutiertes Thema, allein deshalb, weil nicht jede Pflanze gleichviel Licht benötigt. Ihr Standort im natürlichen Lebensraum ist auch nicht immer gleich mehr oder weniger hell! Es gibt eine Faustregel: Je höher ein Becken ist, um so größer muß der Lichtaufwand sein. Lange und tiefe Aquarien haben eine entsbrechend große Oberfläche, die es leicht möglich macht, reichliche Lichtspender anzubringen. Schauen wir ins Innere holländischer Pflanzenaquarien, die bekannt für ihre besonders starke Beleuchtung sind, so sind wir erstaunt, wieviel Leuchtstofflampen man in einer Abdeckhaube unterbringen kann, wenn es notwendig erscheint. Aquarienabdeckungen oder Leuchtkästen sollen stets eine möglichst große Oberfläche haben bzw. die des oberen Beckenrandes voll ausnutzen. Zu enge Reflektoren geben das Licht nur begrenzt weiter: Wer mit nur einer Röhre beleuchtet, muß sie entweder nach vorn oder nach hinten rücken - das Licht muß mit der Bepflanzung so abgestimmt werden, das die Pflanzen voll beleuchtet werden. Pflanzenfreunde werden bestätigen, daß man bei der Beleuchtung Fehler machen kann, die nicht nur von empfindlichen Pflanzen registriert werden. Dazu gehört vor allem das Auswechseln der Röhren. Planzen mögen es nicht, wenn mit der Lichtfarbe experimentiert und die Röhren immer wieder um oder ausgewechselt werden. Wer speziell auf guten Pflanzenwuchs Wert legt, der sollte außerdem spätestens nach einem Jahr Leuchtdauer die Röhren über einem Pflanzenbecken auswechseln. Sie geben zwar noch Licht ab, jedoch nicht mehr ihre volle Helligkeit. Man kann sie gegebenfalls über anderen Becken weiter verwenden. Erst, wenn man die Leuchten mit neuen Röhren bestückt hat, wird klar, wie stark der Lichtabfall der älteren Röhre bereits war. Bevor ich zu den einzelnen Beleuchtungsmethoden komme, ein Hinweis: Aquarienlampen ( fast ) jeder Art werden mit Vorschaltgeräten betrieben, die den normalen Strom in Starkstrom verwandeln können. Die VDE-Vorschriften sind heute strenger denn je, und Aquarienleuchten, die der Beckenoberkante aufliegen und nicht fest mit dem Aquarium verbunden sind, müssen unterseits  wasserdicht abgeschlossen sein, ein Umstand, der diese Leuchten im Preis ansteigen ließ. Über das, was der VDE unter wasserdicht wurde eine Druckschrift veröffentlicht (VDE 0710 Teil 12/4. 79). Darunter fallen auch die verschiedenen Schutzfassungen für Röhren. Man soll also beim Kauf von Abdeckleuchten darauf achten, daß diese das VDE-Zeichen tragen - für Markenartikel eine Selbstverständlichkeit. Diese Vorschriften gelten sinngemäß nicht (da kein Aufliegen auf der Beckenoberkante ) für Leuchten, die von der Decke herunterhängen, wie etwa die Duplasun und vergleichbare Leuchten und die meisten der HQL-oder HQI-Lampen, soweit sie auf diese Weise über dem Becken aufgehängt sind. Wer sich ein Aquarium anschafft, wird sicher die Kosten errechnen. Vergleiche in Preislisten zeigen, daß eine gute Aquarienabdeckung mit  zwei oder gar drei Leuchtstoffröhren für kleinere Aquarien teurer sein kann als das Becken selbst. Ein Teil der Kosten muß man meist für Sicherheit verbuchen. Ob die Abdeckung nun aus Kunststoff oder aus Aluminium ist, macht den Preis im einen oder anderen Fall nicht billiger: Der technische Aufwand ist es! Hinzu kommen verschiedene bautechnische Feinheiten, welche die Handhabung einfacher machen. So bietet Juwel beispielsweise Aquarienabdeckungen an, bei denen sich das Vorschaltgerät nicht in der Abdeckung sondern in einem gesonderten Gehäuse befindet und über eine fünfpolige Steckverbindung ( Schaltkasten im Unterschrank ) mit den Leucht körpern Kontagt hat. Die Frage, die sich viele Aquarianer stellen: Ist eine Abdeckkung der Aquarien-Oberseite notwendig und ratsam? Die Meinugen gehen auseinander, und eines steht fest: Die Wasserverdunstung ohne Abdeckung ist zweifellos größe. Nun kommt es beispielweise aber darauf an, welches Wasser aus der heimischen Leitung fließt. Wenn man das aufzufüllende Wasser erst über eine Entsalzungsanlage enthärten muß, wird man allein aus Kostengründen die Oberseite des Aquariums abdecken, um Wasseraufbereitungskosten für das Nachfüllwasser zu sparen. Bekken, die ohne Abdeckscheiben auskommen können, lassen  sich mit Hängeleuchten erhellen. Ob man dazu Röhrenleuchten wählt oder solche, die mit HQL-oder HQI-Lampen ausgestattet sind, hängt in erster Linie von der Höhe des Aquariums ab. Nur Aquarien, die bis 65 cm Höhe haben, sollten mit Leuchtstoffröhren erhellt werden. Mehr Tiefgang haben die HQL- bzw. HQI-Lampen. HQL oder HQI - was ist das? Es handelt sich um sogenannte Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL), wie man sie auch in ähnlicher Form in Straßenleuchten verwendet. Die Lampen (Birnen) haben ellipsoide Form mit unterschiedlicher Lichtfarbe. Auch wenn die meisten Lampen mit einem herkömmlichen Schraubsockel (E27) ausgerüstet sind, benötigt man für ihren Einsatz besonders konstruierte Lampen: Erstens mit eingebautem Vorschaltgerät und zweitens mit besonderem Reflektor. Dem letzten kommt eine besondere Stellung zu, weil der Reflektor ausschlaggebend dafür ist, wie gut das Licht der Lampe abgeleitet wird. Hinter der Bezeichnung HQI verbirgt sich  der Kürzel Halogen-Metalldampflampen. Es gibt sie in Hängeleuchten mit hoher topfförmiger Bauweise, aber auch in sehr flacher Bauweise (Dupla). In einer Aquarienabdeckung wasserdicht bringt Juwel (H-Lux) solche Lampen auf den Markt. HQI-Licht zeichnet sich durch besonders hohe Lichtausbeute und durch hervorragende Farbwiedergabeeigenschaften (mehrere Lichtfarben ) aus.



 
   
 

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