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  Lebendfutterzucht
 


Lebendfutterzucht


Zucht von Lebenfuttertierchen und dessen Verfütterung

 Im Laufe der vergangenen Jahren hat sich die Zucht von Futtertierchen einen steht’s positiver werdenden Namen verschafft. Dies ist leider auf die oftmals schlechte Qualität der im Handel angebotenen Futtertierchen, sowie auf die enormen Handelspreise zurückzuführen. Mittlerweile ist es bekannt, dass die Zucht der verschiedensten Futtertiere recht einfach zu Händeln ist und dies zudem noch extrem günstig ist. Anbei stelle ich Ihnen einige Zuchtanleitungen für die verschiedensten Lebenskulturen vor, die ich bereits alle positiv getestet habe.


Artemia-Neupilien

Nährstoffreiches Anfüterungs- und Aufzuchtfutter. In 2 Liter Behälter 1 Liter Salzwasser füllen (20 Gramm jodfreies Wasser pro 1 Liter Wasser), 2-3 gestrichene Teelöffel Artemiaeier hineingehen. Das Gefäß muss permanent mittels einer Membranpumpe durchlüftet werden, sodass die Eier immer in Bewegung bleiben.
eine Optimale Wassertemperatur liegt bei 24-26 Grad. Im Winter schafft ein Regelheizstab Abhilfe. Je nach Qualität schlüpfen die Artemia-Nauplien nach 24-36 Stunden. Wir stellen die Sauerstoffzufuhr ab. Nach einigen Minuten sammeln sich die geschlüpften Artemia am Behälterboden, während die Eierschalen an der Oberfläche schwimmen. Mit Hilfe eines dünnen Schlauches oder einer Pipette lassen sich die Artemia nun vom Boden absaugen. Wir geben die Artemia nun direkt in das Aquarium. Bei Bedarf kann Artemia mit einem Aufzuchtenfutter für niedere Tiere (Mikrozell) gefüttert werden, bis diese etwas größer sind. Die Aufzucht von Artemia mit späterer Fütterung sollte in einem kleinen Aquarium geschehen.


Pantoffeltierchen

Anfütterung für winzige Jungfische. Gläser mit abgestandenem Wasser füllen. Einige Würfel der Kohlrübe dazugeben. Kultur mit Wasser aus einer älteren Kultur animpfen oder Erstansatz mit Wasser aus sauerstoffarmen Tümpeln. Bald sieht man Pantoffeltierchen als milchige Schicht unter der Wasseroberfläche. Öfters tropfenweise mit Kondensmilch füttern. Bei der Fütterung die Kulturflüssigkeit in eine Flasche geben (komplett befüllen). Geben Sie einen lockeren Wattestopfen darauf, mit abgestandenem Wasser auffüllen. Pantoffeltierchen wandern ins saubere obere Wasser, mit Futterspritze oder Pipette absaugen. Wasser ins Glas zurückschütten.


Grindalwürmchen

Für ältere Jungfische, die in Bodennähe fressen. Torf einige Tage einweichen feucht 5cm hoch in Gefrierschalen füllen. Zuchttiere (Zoofachhandel) dazugeben. Futterbrei (Hafermehl, Milupa, Milchpulver im Verhältnisse von 3:3:1) dünn auf gelockerte Torfoberfläche geben. Leicht mit Wasser bestäuben. Bei 20-25 Grad dunkel stellen. Zur Entnahme eine kleine Glasscheibe auf die Torfoberfläche legen und leicht andrücken. Unter dem Glas sammeln sich die Würmer, diese abnehmen und verfüttern. Alle 6-8 Wochen mit Würmern aus altem Ansatz einen neuen Ansatz ansetzen. 


Fruchtfliegen ( Drosophila )

Besonders geeignet sind flugunfähige Formen (Futtertierversand). Mehrere kleinere Laborglöser mit Futterbriei 2-3 cm hoch füllen, mit etwas Trockenhefe bestreuen, etwas zerknülltes Papier hineingeben, mit 20-30 Fliegen besetzen, mit Schaumstoffpfropfen verschließen. Heranwachsende Fliegen  (nach 12-20 Tagen) bald verfüttern (geringe Lebenserwartung). Zur entnehme vor Verfütterung Gläser kurze Zeit in Kühlschrank stellen, die Fliegen werden bewegungsunfähig. alle paar Tage neue Kulturen ansetzen. Als Futterbrei 1 Glas Pflaumen, 1 Paket Haferflocken, 1 Apfelsine mit Schale, 1 Banane mit 1 Tasse Essig im Mixer pürieren, ggf. Wasser dazugeben, bis der Brei gut fließt ohne wässrig zu werden.


Trockenfpräparate bzw. Flüssigpräparate

Weitere Futtermittel für unempfindliche Jungfische, die als Fertigfutter im Zoofachhandel erhältlich sind sind beispielsweise pulverisiertes Trockenfutter, Infusories (einzellige Kleinstlebewesen) in Flüsigform (Liquifry) für sehr kleine Jungfische (Labyrinthfische). Dieses Futtermittel vorsichtig verfüttern und besonders auf Sauberhaltung der Becken achten, da zumindest Trockenfutter schnell verwest. Bei freischwimmenden Jungfischen 2-3 Schnecken einsetzen, die die Reste fressen.


 
   
 

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